Während im Osten von Augsburg bereits viele Industriebetriebe angesiedelt waren, hatte man im Westen nahezu keine Einschränkungen und konnte somit sehr zukunftsorientiert planen. Mit dieser Aufgabe wurde Ludwig Leybold betraut, welcher von 1866 bis 1891 Stadtbaurat von Augsburg war. In einer der wichtigsten Entwicklungsphasen Augsburgs ist er für bedeutende und zukunftsweisende städte-bauliche Entwicklungen zuständig. Dazu gehört beispielsweise der Abriss des Gögginger Tors und ein partieller Rückbau der Stadtmauer. Durch diese Maßnahmen öffnete sich die Stadt nach Westen zum Bahnhof und eine Erschließung der damaligen Brachfläche wurde möglich. Mit der Bahnhof-, Prinzregenten- und Holbeinstraße entstanden wichtige Verbindungsachsen zwi-schen der Augsburger Altstadt und dem Hauptbahnhof. Das neue Straßennetz wurde nicht orthogonal angelegt, damit es besser mit der historischen Struktur der Altstadt harmoniert.